SGSH vor Pflichtaufgabe Haßloch

SGSH vor Pflichtaufgabe Haßloch

13. März 2026

Bericht: Kevin Wagener / LokalDirekt

Foto: Jan Schriever / SGSH

Die SGSH Dragons stehen am Samstagabend, 14. März, in der [...]

Die SGSH Dragons stehen am Samstagabend, 14. März, in der Sporthalle Mühlenstraße vor einem weiteren Abstiegsgipfel. Im Spiel gegen die TSG Haßloch geht es um weit mehr als zwei Punkte. Es ist ein Prüfstein für Anspruch, Nervenstärke und die Fähigkeit, im entscheidenden Moment das eigene Potenzial abzurufen.

Der Tabellenvorletzte der 3. Liga Südwest ist dabei alles andere als ein Selbstläufer. Der 28:26-Erfolg der Pfälzer gegen die Bergischen Panther hat die Lage im Tabellenkeller noch enger gemacht, Haßloch ist bis auf drei Punkte an die Dragons herangerückt. So tückisch die Konstellation ist, so alternativlos ist der Heimsieg am Samstagabend, will man das Unternehmen Klassenerhalt weiter aktiv gestalten. Die Mannschaft weiß, dass sie sich in dieser Phase keine Ausrutscher mehr erlauben kann – gleichzeitig lauert die Gefahr, das Spiel gegen den Vorletzten, die vielzitierte Pflichtaufgabe, auf die leichte Schulter zu nehmen oder im anderen Extrem zu verkopft anzugehen.

Beide Teams stehen mit dem Rücken zur Wand, beide benötigen die „Big Points“ – die Dragons müssen deshalb von Beginn an mit kühlem Kopf und heißem Herz auf der Platte stehen, um dem eigenen Anspruch gerecht zu werden und einen weiteren Schritt in Richtung Existenzwahrung in der Dritten Liga zu gehen. Wie schon in der Hinserie könnte Haßloch einen Gegentrend initiieren: Das Hinspiel im Herbst war ein Wendepunkt, beim 34:26 fegte die SGSH damals die TSG aus deren eigener Halle und beendete die unsagbare Durststrecke der Sauerländer. Überragend damals: Julian Thomas mit acht und Felix Jäger mit elf Treffern. Beide prägten das Spiel, beide fehlen der SGSH seit Wochen schmerzlich. Gemeinsam mit Erik Blaauw werden sie für den finalen Saisonakt sehnlichst zurückerwartet. Tempus fugit – jeder Rückkehrer wird im Abstiegskampf noch zum Faktor.

Defensive Sorgen, offensive Hoffnung

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, warum dieses Duell so brisant ist: Die Dragons stellen mit 772 Gegentoren die aktuell anfälligste Abwehr der Liga, dicht gefolgt vom kommenden Gegner Haßloch (769). Es treffen die zwei Teams mit den wackeligsten Defensiven aufeinander – genau deshalb muss die weitgehend überzeugende SGSH-Offensive am Wochenende den Unterschied machen. Die SGSH hat in dieser Saison immer dann überzeugt, wenn sie ihr Tempospiel und ihre Wurfkraft konsequent ausgespielt hat. Eine einfache Sportlerweisheit gilt hier mehr denn je: Wenn du mehr Tore machst als der Gegner, gewinnst du. Für die Dragons heißt das mutig bleiben, Fehler minimieren und die eigene Qualität vorne ausspielen.

Haßloch hingegen wird alles investieren, um den Abstand zur Sauerland-Sieben weiter zu verkürzen. Die SGSH muss mit Tempo, Leidenschaft und der nötigen Härte dagegenhalten; die Halle an der Mühlenstraße wird ihren Teil auf dem Weg zu zwei wichtigen Punkten beitragen. Am Ende wird entscheidend sein, ob die Dragons ihre offensive Power auf die Platte bringen und die Fehlerquote im Griff behalten. Gelingt das, spricht vieles dafür, dass die Punkte im Sauerland bleiben.

Außenpositionen für die kommende Saison besetzt

Während die sportliche Gegenwart drückt, stellt der Verein auf personeller Ebene weitere Weichen für die kommende Saison. Nach den angekündigten Abgängen von Fynn Voss und Finn Gernus hat die SGSH zwei wichtige Personalentscheidungen verkündet: Linksaußen Kevin Plate verlängert sein Arbeitspapier bis 2027, Rechtsaußen Julian Athanassoglou wurde sogar bis 2028 weiter an den Verein gebunden. Auf den Außenpositionen sendet der Klub damit ein wichtiges Signal.