Nur nicht aufregen

Nur nicht aufregen

28. Januar 2026

Bericht: Kevin Ciszewicz / SGSH

Foto: Mareike Voß / SGSH

Die B-Jugend ist erfolgreich ins neue Jahr gestartet, ohne dass [...]

Die B-Jugend ist erfolgreich ins neue Jahr gestartet, ohne dass sich unser Trainer direkt schon wieder aufregen musste. Angeblich. Ob das bis Saisonende so bleibt, wagen wir allerdings zu bezweifeln.

 

Ja, Moin!

Die halbe Meisterrunde ist gespielt. 5 Spiele – 5 Siege – Tabellenführer. Hab ich gut gemacht. Na gut, meinetwegen: haben die Jungs gut gemacht.

Wir begannen Anfang Januar mit einem Heimspiel. Zum Glück war Hagen zu Gast. Es war nämlich genau das Sturmtief-Elli-Warnung-hey-es-wird-voll-kalt-und-glatt-Wochenende. Jetzt mal unabhängig davon, wie schlimm es tatsächlich wurde. Bei ursprünglich insgesamt 15 geplanten Meisterschaftsspielen von September bis Mitte März ist eine Ansetzung am 10. Januar aus meiner Sicht äußerst fragwürdig. Hätte man durchaus ahnen können, dass es Anfang des Jahres schon mal schneien könnte. Zumal wahrscheinlich die meisten Hallen erst in genau dieser Woche wieder geöffnet waren und entsprechend nur eine Woche Hallentraining möglich war. Hauptsache, seit dem 24. Januar haben wir wieder knapp einen Monat spielfrei (ursprüngliche Planung). Aber ich wollte mich im neuen Jahr nicht schon wieder aufregen. Ist ja schließlich gutgegangen.

Zum Glück also Hagen, hatten unsere Gäste doch eine kurze Anreise, sodass das Spiel wie geplant stattfinden konnte. Nachdem wir im Hinspiel in Hagen knapp mit 35:30 die Oberhand behielten, war der Jahresstart für Joris und mich diesmal stressfreier. Wir gewannen extrem deutlich 36:21 und C-Junior, Jacob Schmale, gab sein Debüt – sehr erfreulich.

Ich war ja vor dem Spiel erstmal nicht so sicher, wie es laufen würde. Nach zwei Wochen Handballpause (sehr entspannend) hatte ich mich dienstags wieder auf Training und Mannschaft gefreut. Aber dieser Dienstag war der letzte Ferientag. Und einige Herrschaften waren noch nicht im neuen Jahr angekommen bzw. wer lässt sich schon an seinem (letzten) freien Tag irgendwelche Termine reindrücken?! Also, Besetzung war dürftig, meine Laune auch. Das Mittwochs-Training fiel dann auch noch dem Wetter zum Opfer – wenns läuft, dann richtig. Aber ich wollte mich im neuen Jahr nicht schon wieder aufregen.  Ist ja schließlich gutgegangen.

Eine Woche später folgte das Topspiel gegen die ebenfalls ungeschlagene SG TuRa Halden-Herbeck. Anwurf: 10 Uhr. Jetzt mal ehrlich: du kannst doch nicht von 15/16 Jährigen Jugendlichen verlangen, quasi mitten in der Nacht aufzustehen, um dann um 9 Uhr an irgendeiner Halle zu stehen. Und dann auch noch auswärts. An einem Sonntag. Also, bitte. Unmenschlich!

Ich sitze jedenfalls an jenem Morgen um 8 Uhr beim Kaffee, kurz vorm Losfahren, weil ich ärgerlicherweise ja auch um 9 Uhr an der Halle stehen musste. Einer inneren Eingebung folgend (und entgegen meinem sonstigen Verhalten bzgl. Handynutzung) mein mobiles Endgerät direkt neben mir. Um 8:04 Uhr vibriert das blöde Ding – Absage eines Spielers wegen zu früh. Wurde natürlich so nicht formuliert, irgendwas war halt. Meinen gerade gemachten schönen Kaffee hatte ich da direkt schon wieder auf. Ein weiterer Spieler kam dann noch eine halbe Stunde zu spät zum Treffpunkt. Trotzdem, wie gesagt, zur Verteidigung meiner allerliebsten Mannschaft: du kannst doch Teenagern nicht solche Ansetzungen zumuten! Aber ich wollte mich im neuen Jahr nicht schon wieder aufregen. Ist ja schließlich gutgegangen. Wir gewinnen nämlich 30:21. Und zum Glück haben wir mit Léonce noch Unterstützung aus der C bekommen. Mannschaftsleistung war insgesamt in Ordnung. Tom war von Anfang an hellwach und auch Fynn hielt hinten richtig stark und teils spektakulär. Geeeeeht dooooch.

Jetzt geht es in die erwähnte Pause, ehe es Mitte Februar in den Saisonendspurt geht. Joris und ich werden alles geben, um die Saison ohne Verlustpunkt zu beenden. Die Jungs auch. Bestimmt. Ferien sind bis dahin jedenfalls keine (soweit ich weiß). Ansetzungen um 10 Uhr auch nicht. Von daher bin ich zuversichtlich, dass ich mich im neuen Jahr auch bis dahin nicht schon wieder aufregen muss. Ist ja schließlich bisher immer gutgegangen.