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Trainer Mark Schmetz im Interview đŸŽ€

Die SGSH DRAGONS und Trainer Mark Schmetz sind mit der Hinrunde sehr zufrieden.

📾 Bildquelle: Jenny Seidel

25.11.2021

Die Hinrunde der Saison 21/22 ist abgeschlossen und mit dem Sieg gegen den VfL Gummersbach II belegen die SGSH Dragons den zweiten Tabellenplatz. „Auf das, was wir geleistet haben, können wir stolz und zufrieden sein“, blickt Trainer Mark Schmetz zurĂŒck auf die vergangenen 11 Spiele. Im GesprĂ€ch mit Lokaldirekt schaut der Übungsleiter auf die Leistung seiner Spieler, auf die Überraschungsmanschaften aus der Staffel, aber auch auf kleine Feinheiten, an denen er mit seiner Mannschaft noch arbeiten möchte.

Mark, ihr seit sehr gut in die Saison 21/22 gestartet und habt die Hinrunde auf einem der drei ersten TabellenplÀtze verbracht. Bist Du zufrieden mit dem Verlauf bisher?

Mark Schmetz: „Ja, absolut zufrieden. Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir unter die ersten fĂŒnf Mannschaften wollen. Die Staffel war schwierig einzuschĂ€tzen, nach der vergangenen Corona-Saison, da sich die anderen Mannschaft personell verbessert haben, neu aufgestellt haben, doch in der Vorbereitung haben wir viele Mannschaften gesehen, konnte sie ein wenig besser einschĂ€tzen. In der Liga sieht man es jetzt auch, denn man schlĂ€gt keine Mannschaft einfach so im Vorbeigehen, denn jeder kann jeden schlagen. Die Liga ist sehr ausgeglichen. Wir haben eine ĂŒberragende Hinrunde gespielt, was wohl keiner so erwartet hat, mit unseren Verletzten und krankheitsbedingten AusfĂ€llen. Es ist ĂŒberragend, was die Mannschaft geleistet hat, denn der Kader ist nicht so breit aufgestellt, mit Natko Merhar hatten wir noch einen Abgang zu verkraften. Auf das, was wir geleistet haben, können wir stolz und zufrieden sein.“

Schauen wir uns die vergangenen Monate einmal im Detail an: Im September vier Spiele, vier Siege, darunter der haushohe Sieg gegen Volmetal im Derby, aber auch das knappe Ergebnis in Gensungen. FĂŒr den Einstieg nach einem Jahr Wettkampfpause lief es gut, oder?

Mark Schmetz: „Die Saisonvorbereitung lief ein wenig durchwachsen, aber das ist eigentlich auch normal, weil wir viel ausprobiert haben, den Jugendspielern die Chance gegeben haben, sich zu zeigen und wir haben die beste Konstellation gesucht. Wir sind dann sehr gut in die Saison gestartet, zwei Siege zum Start, gefolgt von dem haushohen Sieg gegen Volmetal, was keiner so erwartet hat. In dem Spiel hat die Mannschaft gezeigt, welches Potential in ihr steckt. In Gensungen waren wir am Ende glĂŒcklich ĂŒber die zwei Punkte. Die Mannschaft hat diese Aufgabe dort sehr gut gelöst und gezeigt, wie gut sie als Team funktioniert.“

Im Oktober sprach man dann vom „Monat der Top-Spiele“. Gegen Longerich gab es die erste, bittere Pleite der Saison, gefolgt von dem fulminanten Sieg gegen Krefeld. Doch eine Woche nach dem Sieg gegen den TabellenfĂŒhrer folgte die Niederlage gegen Baunatal. Wie stehst Du den 2:2 Punkten gegenĂŒber?

Mark Schmetz: „Eigentlich auch positiv. Gegen Longerich waren wir rund vierzig Minuten gleich gut, doch am Ende hat uns da die Kraft gefehlt. Der Ausfall von Ante in dem Spiel, das hat man natĂŒrlich gemerkt. Ante hat in den letzten Wochen gezeigt, dass er zu den besten TorhĂŒtern der Liga gehört. Diese Niederlage in Longerich wissen wir einzuschĂ€tzen, denn wir haben ein gutes Spiel gemacht. Gegen Baunatal war es das einzige Spiel, wo wir uns gesagt haben, dass wir mit unserer Einstellung nicht zufrieden waren. Die Emotionen im Abwehrverband fehlten, der Angriff lief eigentlich gut, denn wir trafen rund dreißigmal ins gegnerische GehĂ€use.“

Kannst Du uns Einblick in die StÀrken, aber auch SchwÀchen, Deiner Mannschaft geben? Was lÀuft rund, was braucht noch Aufmerksamkeit im Training?

Mark Schmetz: „Die SchwĂ€chen meiner Mannschaft möchte ich jetzt hier gar nicht groß aufzeigen, denn das mĂŒssen die gegnerischen Mannschaften selber heraus finden. Aber klar, wir wollen uns in allen Bereichen noch verbessern. Wichtig ist, dass die Spieler sich individuell weiter entwickeln, denn das kommt auch der Mannschaft zugute. Wir werden am Abwehrsystem weiter arbeiten. Unsere 5:1-Abwehr funktioniert schon ganz gut, 6:0 funktioniert auch, sodass wir zwei Abwehrsysteme spielen können. Wir wollen variabler werden und nehmen vielleicht die 3-2-1-Variante mal mit ins Training. “

Verletzungen und AusfĂ€lle waren auch in den vergangenen 12 Spielen immer wieder ein Thema. Florian Diehl hatte nur KurzeinsĂ€tze, dafĂŒr ist David Bleckmann wieder einsatzbereit. Bist Du froh, wenn in drei Spieltagen (Wochen) die Weihnachtspause kommt und sich alle ein wenig auskurieren können?

Mark Schmetz: „Ja und Nein. Man möchte immer spielen, aber die Pause ist nun mal da. Jeder der krank war, kleinere Verletzungen hat, all das kann auskuriert werden. David und Flo können sich wieder richtig vorbereiten und zum Start im neuen Jahr hoffentlich fit sein. Wir sind froh, dass David wieder spielen kann, aber er braucht noch etwas Zeit, nachdem er fast zwei Jahre nicht spielen konnte. Wichtig ist, dass er sich selber Zeit gibt, denn von uns bekommt er sie definitiv. Bei Flo hoffen wir, dass er endlich wieder einsteigen kann, denn wenn er wieder da ist, gibt es uns fĂŒr uns mehr Möglichkeiten, aber auch seine Ausstrahlung, seine Leidenschaft, QualitĂ€t am Kreis und im RĂŒckraum können wir gut gebrauchen.“

Ante Vukas spielt im Tor eine ĂŒberragende Saison bisher, aber auch die Nachwuchsspieler konnten schon Akzente setzen. Wachsen sie mit ihren Aufgaben, bspw. mit Blick auf das Spiel in Longerich, als Ante fehlte?

Mark Schmetz: „Wir wissen, dass wir eine „schwierige“ Lage haben, aber wir haben sie bewusst auch so gewĂ€hlt, dass wir mit drei jungen TorhĂŒtern und Ante in die Saison gehen werden. Wir haben mit Ante vorher gesprochen und er weiß um die Verantwortung, die er hat. Es funktioniert gut, er spielt eine ĂŒberragende Saison bisher. Die jungen TorhĂŒter steigern sich, mental wie auch körperlich. Sie sprechen sich besser ab mit der Abwehr. Es ist fĂŒr ihre Entwicklung gut, wenn sie immer wieder Einsatzzeiten bekommen. Mit Mattes haben wir einen guten Torwarttrainer, der sie gut ausbildet.“

Handball ist ein Mannschaftssport, keine Frage. Gibt es dennoch Spieler aus Deiner Mannschaft, bei denen Du in den vergangenen 3 Monaten eine Weiterentwicklung festgestellt hast?

Mark Schmetz: „Alle Spieler entwickeln sich im laufe der Saison weiter und das ist auch das Ziel, was wir haben: dass sich jeder individuell weiter entwickelt. Aber wenn wir von der Leistung sprechen, ist Ante natĂŒrlich hervorzuheben. Ein großes Kompliment aber auch an Chrisi Klasmann, wie er sich verhĂ€lt, wie er in wichtigen Momenten da ist, er ist ein absoluter AnfĂŒhrer der Mannschaft im Angriff. Alle machen ihren Job, die Jungs haben trotz der harten Arbeit viel Spaß zusammen und ich glaube, das macht uns auch so stark im Moment.“

Die Hinrunde ist gespielt, man ist gegen jede Mannschaft einmal angetreten. Kann man fĂŒr die RĂŒckrunde die Vorbereitung auf die Spiele besser angehen?

Mark Schmetz: „Die ersten zwei Spiele war es vielleicht schwierig, denn danach hatte man Bildmaterial der Mannschaften zur VerfĂŒgung, wo man sehen konnte, wie sie spielen, was die Spieler machen, etc. Mittlerweile hat man mehr Daten zur VerfĂŒgung und man kann noch ein bisschen mehr raus holen.“

Gab es fĂŒr Dich Überraschungsmannschaften?

Mark Schmetz: „Ich denke, dass der TuS 1882 Opladen fĂŒr viele eine Überraschung ist. Vor der Saison habe ich sie unter den ersten fĂŒnf in der Tabelle angedacht. Longerich hatte einen schlechten Start in die Saison, aber sie kommen so langsam wieder in ihren Fluss. Gummersbach spielt gut mit den Jugendspielern und viele haben sie weiter unten in der Tabelle gesehen. Die Liga ist sehr ausgeglichen, das ist gut und macht es spannend.“

Die SGSH DRAGONS sind nie unter Tabellenplatz 3 in der Hinrunde gerutscht. Wie groß siehst Du die Chance, dass ihr am Ende der RĂŒckrunde um den Aufstieg mitspielen könnt?

Mark Schmetz: „Wir stehen jetzt auf Tabellenplatz 2, was das aber fĂŒr die RĂŒckrunde bedeutet ist schwer zu sagen. Wir mĂŒssen gucken, dass wir so lange wie möglich da oben bleiben, mĂŒssen unsere Aufgaben erledigen, Spiele gewinnen und dann werden wir um die oberen PlĂ€tze mitreden können.“

🗞 Quelle: Jenny Seidel, LokalDirekt

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