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Stellungnahme zur Aussetzung des Spielbetriebs in der 3.Liga

Bildquelle: SGSH DRAGONS

12.11.2020

Wie bereits gestern veröffentlicht wird der Spielbetrieb unserer 1. Mannschaft in der 3. Liga bis Ende des Jahres ausgesetzt. Die Entwicklung in der Corona Pandemie lässt auch leider nichts anderes zu.

Von Seiten des Vereins gibt es folgende Stellungnahmen aus Reihen der Mannschaft, des Vorstandes und der Geschäftsführung:

Mark Schür, Vorsitzender:

„Die Eindämmung des Infektionsgeschehens muss an erste Stelle stehen und da müssen auch wir als Sportverein mal hinten anstehen, von daher kann ich die Entscheidung des DHB nachvollziehen und finde Sie zunächst auch richtig. Allerdings müssen wir auch in die Zukunft schauen und brauchen verlässliche Rahmenparameter, die aufgrund täglicher Veränderungen in der Pandemie Lage schwierig sind, um die Saison fortzusetzen. Dass sie fortgesetzt werden muss, steht für mich außer Frage. Zum einen um wieder etwas Normalität in den Alltag zu bekommen und zum anderen, damit wir unseren Spielern eine Perspektive aufzeigen können.“

Jan Schulz, SH-Spielbetriebs GmbH Geschäftsführer:

„Aus Sicht aller aktiv Beteiligten ist eine Unterbrechung des bis vor kurzem noch laufendem Spielbetrieb die einzig logische Konsequenz gewesen. Allein aus gesundheitlicher Sicht ist dies aus meiner Sicht die richtige Entscheidung. Wir alle schränken uns in unserem privaten und beruflichen Leben soweit es geht ein und da darf der Sport keine Ausnahme bilden.

Obwohl wir in der 3.Liga ja inzwischen offiziell dem Profisport zugehörig sind, sehe ich die Spieler der SGSH aber ausnahmslos als Vertragsamateure und nicht als Profis. Somit müssen wir auch auf die Belange der Arbeitnehmer, Studenten etc Rücksicht nehmen. Und da geht es einfach nicht das man sich auf der der durch den regelmäßigen Spielbetrieb erhöhten Infektionsgefahr aussetzt. Auch die vorgeschlagenen regelmäßigen Corona-Tests für alle Mannschaften in der 3.Liga sehe ich aus moralischen Gesichtspunkten sehr kritisch – wir können es uns aktuell nicht leisten die in Deutschland dringend benötigten Testkapazitäten damit noch weiter zu belasten.

Vorallem für die Kinder und Jugendlichen tut es mir natürlich wahnsinnig leid, dass wir unser liebstes Hobby nicht weiter in der Halle ausüben können. Hier muss man natürlich auch langfristig nach alternativen Schauen, ansonsten droht die Gefahr das uns eine gesamte Generation wegbricht.

Natürlich ist die erneute Unterbrechung des Spielbetriebs auch finanziell für den Verein ein weiterer harter Schlag in der eh schon angespannten Gesamtsituation. Aber mit der herausragenden Unterstützung unserer Sponsoren, Spender und Unterstützer werden wir auch diese Hürde gemeinsam meistern. An dieser Stelle nochmal vielen herzlichen Dank an alle die für den Handball in Schalksmühle und Halver kämpfen.“

Mark Schmetz, Trainer 1. Mannschaft:

„Es ist so wie es ist. Wir müssen damit leben das wir erst voraussichtlich am 09. Januar wieder spielen können/dürfen. Gut ist das wir trainieren können. Die Meinungen gehen natürlich ausseinander, der eine findet es gut andere wiederum finden es nicht gut. Wir müssen uns an die Vorgaben halten. Wir wussten vorher das es eine schwierige Saison wird. Jetzt stellen wir den Trainingsplan ein bisschen um und hoffen und sind froh weiter fit zu bleiben. Es ist, um es abschliessend zu sagen, vernünftig das es jetzt, da wir auch nicht regelmäßig testen könne, so entschieden wurde. Wir machen das Beste daraus. Wir würden gerne spielen, aber es geht nunmal nicht.“

Florian Diehl, Mannschaftskapitän 1. Mannschaft:

„Aufgrund der aktuellen Lage und immer weiter steigender Covid-19 Zahlen ist es sehr vernünftig und die richtige Entscheidung die Saison unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt weiter zuspielen.

Natürlich kommt die Pause für uns gerade nicht ganz Gelegen. Wir sind mit drei Siegen sehr gut in die Saison gestartet und wollten die positiven Eindrücke gerne mit in die nächsten Spielen nehmen.

Allerdings haben wir auch zum jetzigen Zeitpunkt schon bemerkt, dass es so nicht weitergehen kann. 

Einerseits ist sehr schwierig im Rhythmus zu bleiben, wenn kurzfristig immer wieder Spiele abgesagt und verschoben werden müssen. Andererseits ist es aber auch kaum zu rechtfertigen, dass wir ohne getestet zu sein, am Wochenende immer wieder mit so einer großen Anzahl von Personen zu einem Spiel  zusammkommen und es jedem Anderen untersagt ist, sich öffentlich mit mehr als zwei Haushalten und nur einer begrenzten Personenzahl zu treffen.

Ich denke jeder der persönlich und in seinem Umfeld mit der Krankheit zu tun hat, weiß wie schwer der Krankheitsverlauf sein kann. Deshalb müssen wir alle aufeinander aufpassen und uns durch die vorgegeben Maßnahmen schützen.

Ich hoffe, dass wir ab Januar, eventuell schon mit einem Impfstoff, eine halbwegs normale Hinrunde zu Ende spielen  können. 

Bis dahin wünsche ich allen, dass sie Gesund bleiben und die handballfreie Zeit unbeschade überstehen.“

Axel Vormann, Sportlicher Leiter 1. Mannschaft:

„Es gibt ab Januar einen Plan, der flexibel den Pandemiezahlen angepasst werden kann und es gibt eine einigermaßen faire Auf- und Abstiegsregelung. Das ist sehr wichtig, denn wir können nächste Saison nicht nochmal mit 72 Mannschaften starten.  Die Spieler haben wieder ein Ziel, die Saison sportlich fortzuführen, wenn auch in verkürztem Umfang. Die verbindlichen Schnelltests werden hoffentlich helfen, frühzeitig Infektionen zu erkennen und das Risiko zu senken. Aus meiner Sicht hat der DHB hier einen guten Job gemacht. Hoffen wir, dass alles so funktioniert und wir auch  irgendwann wieder vor Publikum unserem Lieblingssport nachgehen können.“

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